Aktuelles zum Corona-Virus 2.0

(Stand 23.4.20)

Wir haben uns in der Praxis inzwischen gut neu organisiert. Das alte Wartezimmer ist zum Behandlungszimmer geworden. Es ist immer nur eine Familie in einem Raum. Der Engpass ist der Eingangsbereich, deshalb: bitte nach Behandlung schnell wieder gehen, leider kein Pläuschchen mehr halten und wenn gerade jemand an der Anmeldung steht, erst mal draußen warten bis die vorige Familie raus ist. Wir machen Vorsorgen und Impfungen. Wir machen auch Corona-Abstriche, aber getrennt vom übrigen Praxisbetrieb, d.h. nach Feierabend nur wenige und wenn nötig. Wir tragen OP-Masken. Sie können gerne für den Anmeldebereich/im Flur eine Maske tragen, im Behandlungszimmer ist das dann nicht nötig.

DIE KINDER
(Kinder sind sicher nicht gefährdet und vielleicht sogar nicht gefährlich)

Es bleibt dabei: Kinder sind NICHT gefährdet!!! Man kann dies vielleicht damit erklären, dass Kindern der Rezeptor fehlt, an den das Virus andockt. Kinder haben bei Corona-Infektion meist kein Fieber, aber manchmal Frostbeulen an den Zehen („Corona toes“). VIELLEICHT sind Kinder auch sehr wenig ansteckend (wenig krank=wenig Virusproduktion) – aber solange wir das noch nicht sicher wissen, müssen Sie dennoch weiter vorsichtig sein, d.h. Kinder mit Erkältungszeichen haben zur Zeit Kontaktverbot! Im nächsten Winter müssen wir das natürlich anders handhaben. Wir hoffen, dass wir bis dahin den Beweis haben, dass auch erkältete Kinder ungefährlich sind, aktuell gilt aber: „Rotz = Corona“.

Kinder können durch die aktuelle Situation Angst bekommen und traurig werden. Sorgen Sie dafür, dass Sie als Eltern und die Kinder sich wohl fühlen. Was brauchen Sie als Eltern? Was brauchen die Kinder? Die Kinder müssen viel nach draußen. Machen Sie Radtouren und (Wald-)Spaziergänge. Die Eltern brauchen vielleicht einfach mal Zeit für sich. Die Regel  „wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht“ kann hilfreich sein. Die Eltern überlegen gemeinsam, was sie glauben, was die einzelnen Kinder brauchen. Wünsche und Bedürfnisse besprechen Sie dann miteinander im Familienrat.

Solange ihr Kind noch von Kita-/ und Schulschließung betroffen ist, bilden Sie gerne feste Kleingruppen mit einigen wenigen Freunden, die sich regelmäßig treffen. Dies begrenzt die Verbreitung und ermöglicht soziale Kontakte.

Und kümmern Sie sich bitte nicht nur um whats app-Nachrichten sondern ganz besonders sich und um Ihre Kinder. Wir empfehlen gerade jetzt Medien-freie Zeiten für die Eltern (und Kinder). Wenn Ihnen „tagesschau“ Angst macht, gucken Sie was anderes. Und gucken Sie auf jeden Fall auch mal einen Tag gar keine Nachrichten und schalten den news-feed aus.

DIE ELTERN
(Erwachsener mit Fieber = Infektion. Geschmacksstörung = schon mehrere Tage Corona gehabt)

Fast alle Eltern sind unter 60 Jahre und weitestgehend gesund. Sie werden vermutlich irgendwann in den nächsten 2 Jahren mit Corona infiziert werden. Sie werden vielleicht Fieber und Husten bekommen, einige Tage krank sein, zwei Wochen zuhause bleiben müssen. Sie sind nicht in Gefahr zu sterben, Sie sind eben einige Tage erkältet mit Fieber und dann erholen Sie sich. Corona für halbwegs Gesunde unter 60 Jahren ist harmlos, aber ansteckend.

Sie haben eine besondere Verantwortung als die mittlere Generation. Sie müssen sich um die Jüngeren und die Älteren kümmern. Tun Sie ihr Möglichstes. Im Grunde sind gerade Sie als Eltern jetzt die Stütze der Gesellschaft. Zeigen Sie ihren Kindern, dass Sie die Situation bewältigen, dann gehen Ihre Kinder gestärkt aus dieser Zeit hervor. Bewältigen heißt keine Panik bekommen sondern ruhig, besonnen und einfallsreich handeln. Wenn Sie nicht mehr können (das ist normal und zu erwarten bei der hohen Belastung), suchen Sie Hilfe. Bei Freunden, Sozialarbeitern der Schule, und bei uns! Rufen Sie an!

DIE GROSSELTERN (und Risikopatienten) (Atemnot = Gefahr)

Risikofaktoren sind Alter (>60), Alter, Alter, männlich, Übergewicht, Rauchen, schwere Lungenkrankheit, Bluthochdruck, Herzkrankheit. „Normales“ Asthma ist eher kein Risikofaktor. Risikopatienten sind in Gefahr, eine schwere Lungenentzündung durch Coronavirus zu bekommen. Diese äußert sich durch schwere Atemnot und zeigt sich etwa 3 Tage nach Beginn der Erkrankung. Eine Krankenhausbehandlung kann notwendig werden. Die Gefährlichkeit der Corona-Infektion hängt ganz klar vom Alter und allgemeinen Gesundheitszustand ab: je älter und kränker, desto gefährlicher.

Aber auch Großeltern können vereinsamen und brauchen nicht nur facetime-Kontakte. Wenn sie nicht zu hoch wohnen, kann man z.B. fensterln: die Großeltern drinnen und die Familie draußen oder umgekehrt. So kann man sogar zusammen Kaffeetrinken oder Stadt-Land-Fluss spielen. Und wenn sich alle wirklich einig sind, kann man sich auch treffen, vielleicht mit Maske. Bedenken Sie: wir werden in dieser Situation noch viele Monate leben.

MASKEN

In der Öffentlichkeit reichen Stoffmasken, um Spucktröpfchen beim Sprechen oder Husten und Nasebohren zu verhindern. Wenn man jemand sicher nicht anstecken will, reicht eine OP-Maske. Diese reicht auch gegen Eigenansteckung bei normalem Kontakt. Bei engem Kontakt oder medizinischen Maßnahmen oder Patienten mit hohem Risiko braucht es eine FFP2-Maske für den Eigenschutz.

Achtung: Eine Maske mit Ventil schützt nur den Träger, nicht die Umgebung (die Ausatemluft durch das Ventil ist ungefiltert)! Alle Masken müssen auch über die Nase! Medizinische Masken müssen eng sitzen, sonst nützen sie nicht.

KEIN FRISCH ERKÄLTETES KIND ODER KRANKER ELTERNTEIL BETRITT DIE PRAXIS OHNE UNS VORHER ZU FRAGEN.

VORSORGE- UND IMPFTERMINE MÜSSEN VERSCHOBEN WERDEN, WENN JEMAND IN DER FAMILIE KRANK IST.

SAGEN SIE TERMINE, DIE SIE NICHT WAHRNEHMEN KÖNNEN/WOLLEN, SO RECHTZEITIG WIE MÖGLICH AB.

Herzliche Grüße von Dr. Beland und Dr. Wittkugel, 23.4.2020

<< zurück zur Startseite

Scroll Up